Leseprobe: Einfach machen - Praxishandbuch für die Frau als Unternehmerin

 

Spielregeln des Erfolgs

 

Ulrike Lommerzheim, Marktforscherin und Unternehmensberaterin, im Gespräch mit Christine Radwan und Christel Förstl vom „Marktplatz Unternehmerinnen”.

C. Förstl:        Meine Lieblingsgeschichte: Zwei Bären-Damen gehen zum Flussufer. Die eine Bärin stürzt sich sofort in die Fluten und fängt in kurzer Zeit mehrere Fische. Die andere Bären-Dame steht still am Ufer. Sie hat einen Korb im Arm mit einem Schild: ‚Fische!!! Bitte, bitte hier reinspringen!’

U. Lommerzheim:      (lächelt) Ich gehe gerne auf diese Geschichte ein! Ja, aus meiner Erfahrung mit vielen Unternehmerinnen, vor allem auch mit Existenzgründerinnen, kann ich bestätigen: Es gibt immer wieder Phasen, in denen ein Unternehmen oder auch Unternehmerinnen nur da stehen und erwarten, dass von außen etwas passiert. Sie erwarten, dass der Markt bzw. Kunden wie von selbst auf sie zukommen.Oder sie sind zu zögerlich, zu ängstlich, zu gehemmt. Alles möglich. Ob Klein- oder Großunternehmerin – das habe ich schon bei jeder Art von Unternehmen erlebt.

C. Förstl:        Welche ist in Ihren Augen die wichtigste Erfolgs-Spielregel?

U. Lommerzheim:      Kurz gesagt: Ehrlichkeit. Ehrlich sein sich selbst gegenüber! Sich zu allererst fragen: Was will ich? Will ich ein Hobby oder ein Unternehmen? Wenn Unternehmen: Warum mache ich es? Was ist der Grund? Diese wirklich tiefe innere Einstellung muss geklärt sein. Welche Einstellung man hat, lässt sich durchaus in einer professionellen Beratung ‚herauskitzeln’ und gegebenenfalls auch verändern oder verbessern. Und immer wieder gilt, ich muss mich bewegen, sonst bewegt sich nichts.

C. Förstl:        Sollte frau diesen Selbsterkenntnis-Weg alleine gehen oder sich schon hier beraten lassen?

U. Lommerzheim:      Ich rate dazu, sich im stillen Kämmerlein hinzusetzen und erst einmal für sich selbst zu klären, warum ich zum Beispiel im sozialen Bereich Unternehmerin bin oder sein will. Warum Kosmetikerin, Rechtsanwältin, Internet-Frau? Wo zieht es mich hin? Mache ich das Richtige? Wenn es nicht gut läuft: Welche Gefühle habe ich dazu? Also sich selbst genau schildern, was Sache ist. Es dann auch schriftlich festhalten, um es sich noch klarer zu machen. In dieser Phase kann frau sich dann auch professionelle Hilfe holen.                      

C. Radwan:     Was bedeutet für Sie das Wort ‚Einstellung’ in diesem Zusammenhang? Können Sie da besonders typische Beispiele nennen?

U. Lommerzheim:      An zwei Begegnungen erinnere ich mich immer wieder: Meine allererste Klientin wollte sich in ihrem Ort als Fußpflegerin selbstständig machen. Auf meine Frage, ob es dort schon eine solche Praxis gäbe, sagte sie mit leuchtenden Augen: ‚Und wenn es dort schon 50 Fußpflegerinnen gäbe – ich mache es auf jeden Fall!’ Sie liebte Füße! So einfach ist das. Sie liebte Füße. Meine Arbeit bestand eigentlich nur noch darin, mit ihr ein besonderes Unternehmenskonzept zu erarbeiten, das auf sie und ihr Umfeld perfekt passte. Das, wie ich es nenne, der jeweilige Markt versteht.

C. Förstl:        Diese Frau hat ja richtig ‚gebrannt’?

U. Lommerzheim:    Genau! Diese Frau war überzeugt, dass ihr Angebot und wie sie das verkauft, die Welt verändert. Dass durch ihre Persönlichkeit daraus etwas Besonderes, Nützliches und Wertvolles für andere entsteht. Mein zweites Beispiel zeigt das andere Extrem einer anfangs sehr sicher auftretenden Klientin. Sie kam mit einer tollen Geschäftsidee zu mir. Alles schien klar zu sein. .......

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